Mittwoch, 12.01.11 Der soziale Wohnbau ‑ eine Antipode zum "freien" Markt?
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Referent: Dr. Friedrich Klocker (Mitglied der Geschäftsführung der Gemeinnützigen Bau- u. Wohnungsgenossenschaft „Wien-Süd“)
Ort: Hotel Corvinus
Bürgermeister Bernhard Müller konnte beim ersten Treffen des Wirtschaftskreises Wiener Neustadt im neuen Jahr im Hotel Corvinus Dr. Friedrich Klocker begrüßen. Er lenkt als Mitglied der Geschäftsführung der Gemeinnützigen Bau- u. Wohnungsgenossenschaft „Wien-Süd“ die Geschicke einer der ältesten und traditionsreichsten Wohnbauunternehmen in Österreich. Unter dem Titel "Der soziale Wohnbau ‑ eine Antipode zum "freien" Markt?" gab er einen Einblick in die Tätigkeit des Unternehmens, in die Förderpolitik im sozialen Wohnbau und beleuchtete mit sehr nachdenklichen Thesen die zukünftige Entwicklung angesichts sinkender Wohnbaufördergelder in Österreich.
Der soziale Wohnbau hat eine oft zu wenig beachtete volkswirtschaftliche Bedeutung. Auf der einen Seite sind die gemeinnützigen Bauträger in Zeiten einer Wirtschaftskrise verlässliche Partner der Bauindustrie und andererseits erhalten Wohnungen zu erschwinglichen Preisen den Inlandskonsum auf hohem Niveau, da den Mietern für die Bestreitung ihres Lebensunterhalts mehr in der Geldbörse übrigbleibt. Österreich kann sich mit diesem Modell damit auch international mehr als sehen lassen.
Die Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Wien Süd" nimmt auch in der Integration der Ökologie und der Rücksichtnahme auf gesellschaftspolitische Entwicklungen eine Pionier- und Schrittmacherfunktion ein. Aktuelle Projekte verdeutlichten den Mitgliedern des Wirtschaftskreises die hohe Qualität im sozialen Wohnbau. Niedrigenergiehäuser, Mehrgenerationenkonzepte und die Integration von Freizeiteinrichtungen (Sauna, Schwimmbad, Fitness) und von Nahversorgern spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.
Weitere Informationen zum Referenten